Sozialmedizin

Sozialmedizinische Unterstützung

Viele unserer Patienten befinden sich noch im Arbeitsleben und mussten dies zwangsläufig aufgrund ihrer Diagnose und nachfolgender Therapie unterbrechen. Chronisch oder nephrologisch Erkrankte sind in Ihrer Leistungsfähigkeit ebenfalls oft erheblich eingeschränkt. Ein wesentlicher Bestandteil der Rehabilitation ist die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit oder der Erhalt derselben. Im Rahmen Ihres Aufenthaltes haben Sie die Gelegenheit, mögliche Probleme bei der Wiederausübung Ihres Berufes zu identifizieren und Lösungen zu finden. Mit einem multimodalen Team aus Ärzten, dem Sozialdienst, Psychologen, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten helfen wir Ihnen, Ihre Situation zu erfassen und sozialmedizinisch zu bewerten. Eventuelle Einschränkungen können durch spezielle Testverfahren, wie beispielsweise dem IMBA Verfahren, identifiziert werden. Mit den Ergebnissen können arbeitsplatzsichernde Maßnahmen, wie Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, eingeleitet werden (z.B. Umgestaltung des Arbeitsplatzes, innerbetriebliche Umsetzung, ggf. Einleitung einer Umschulung). Ziel ist, dass Sie schnellstmöglich, nach einer notwendigen und ausreichenden Heilungsphase, mit oder ohne stufenweiser Wiedereingliederung, wieder geregelt ins Arbeitsleben zurückkehren können. Sollten sich so gravierende Einschränkungen durch Ihre Erkrankung ergeben haben, dass eine Erwerbstätigkeit gemindert oder gar aufgehoben ist, können wir Ihnen weitere Möglichkeiten für Ihre Existenzsicherung aufzeigen und notwendige Maßnahmen einleiten.
 

Psychologische Unterstützung

Bei allen Erkrankungen und Krankheitsbildern, die wir hier in der Klinik am Kurpark behandeln, besteht eine große psychische Belastung der Patienten. Chronisch kranke Patienten, oder Patienten mit angeborenen oder erworbenen „gutartigen Erkrankungen“ im urologischen oder nephrologischen Bereich, sind oft durch die über Jahre bestehenden Beschwerden und Ärzteodyssee bis zur Diagnosefindung schwer belastet. Jeder Patient nach einer Tumordiagnose ebenso. Krebs ist ein sehr emotionsbeladener Begriff und ruft praktisch bei allen Betroffenen zunächst starke Reaktionen hervor. Die nachfolgende Operation zieht ebenfalls eine starke körperliche und psychische Belastung nach sich. Diese Lebenskrise zu meistern ist oft nicht leicht aber notwendig, um eine gute, schnelle und nachhaltige Erholung zu erreichen.

Im Rahmen Ihres Aufenthaltes wollen wir Ihnen durch ein mannigfaltiges psychologisches Angebot besonders auch auf diesem Gebiet zur Seite stehen und Ihnen Möglichkeiten zur Erschaffung einer stabilen psychischen Basis bieten. Unterstützt wird unser kompetentes Ärzteteam dabei durch einen Facharzt für Neurologie /Psychiatrie, sowie ein sehr gut geschultes Psychologenteam. Sie haben die Möglichkeit, sich ärztlicherseits medizinisch mit Ihrer Diagnose auseinander zu setzen, sowie mögliche offene Fragen beantwortet zu bekommen. Behandlungsstrategien können erklärt und aufgezeigt und die Weiterbehandlung, falls notwendig, initiiert werden. Unser Psychologenteam bietet Gesprächstherapien (einzeln oder als Paar) Gruppensitzungen, sowie eine Vielzahl an Seminaren, um Sie auf dem Weg Ihrer Genesung zu unterstützen. Natürlich reicht die in der Regel drei Wochen andauernde Maßnahme nicht aus, um eine suffiziente Psychotherapie durchzuführen. Unser Ziel ist jedoch, Ihnen ein Spektrum an Möglichkeiten aufzuzeigen und zu identifizieren, welche Form der Unterstützung für Sie am besten ist, so dass Sie die Möglichkeit haben, diese Form der Therapieunterstützung am Heimatort weiterzuführen.